(Umwelt-) Spiele für die Umweltbildung

Spielen? Im Unterricht? – JA! Die Natur bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Spiel, Spannung, Abenteuer und auch Erholung und Entspannung. Beispielhaft werden hier eine Reihe von Spielen (nicht nur) für die Umweltbildung vorgestellt. Sie lassen sich wunderbar zwischendurch oder als fester Bestandteil von Unterrichtseinheiten eignen. DIe Umweltspiele lassen sich, pädagogisch weiter aufbereitet, zur Wiederholung und Festigung des gerade gelernten Stoffs einsetzten und besonders Kreative schaffen es sogar, diese Umweltspiele zur Lernkontrolle einzusetzen. Alle hier vorgestellten Spiele selbst mit Schülern und Hortkindern druchgespielt und für gut befunden wurden.

die 4 Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft
die 4 Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft

Spiele im Bereich der Umweltbildung, oder kurz Umweltspiele bzw. Naturerfahrungsspiele haben aus pädagogischer Sicht einen großen Vorteil, sie bewirken durch den direkten Kontakt zur Natur, und durch die meistens gegebene Möglichkeit Emotionen und Kreativität der Teilnehmer mit einzubringen, nicht nur Freude an der Natur, sondern auch einen größeren Wissenszuwachs, als man es mit Vorträgen oder Arbeitsaufträgen (unabhängig von der Sozialform) erreichen könnte. Selbst diejenigen, die sich sonst beim Unterricht gern verweigern, spielen mit, da es ja kein offensichtlicher Unterricht, sondern eben ein Spiel ist. Durch die Ansprache vieler Ebenen, emotionale, körperliche, kognitive, sensorische oder kreative, wird das nebenbei Gelernte gleichzeitig auch viel besser verarbeitet und damit behalten als nur Gehörtes oder nur Gelesenes. Und gerade die Spiele in der Umweltbildung helfen das altbekannte Motto „Man kann nur schützen, was man kennt“ durch positive Emotion viel fester zu verinnerlichen.

Die Spiele funktionieren übrigens auch mit Erwachsenen, auch wenn diese meistens viel zögerlicher sind und man ihnen anfangs gut zureden muss.

Übersicht der Spiele für den Biologieunterricht und die Umweltbildung

Balancieren

„Balancieren“ klingt so einfach, und macht Spaß, vor allem als Wettkampf. Und es schult die psychomotorischen Fähigkeiten und das eigene Körpergefühl. Aber unserer Erfahrung nach, haben immer mehr Kinder bei dieser eigentlich einfachen Aufgabe Probleme. Ob das jetzt ein subjektiver

die 4 Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft

Feuer Wasser Erde Luft

Dieses Spiel ist eigentlich wie die Tierpantomime, aber während man bei dieser steht und eben schweigend spielt, wird bei diesem Spiel umhergelaufen und es darf lauthals gelacht und agiert werden. Das macht das Spiel für bewegungsfreudige Klassen und Gruppen viel

Wortschlange

Wortschlange

Die Mitspieler stellen sich im Kreis, einer langen Schlange oder ähnlichem auf. Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass jeder weiß, wann er dran ist. Dann beginnt der erste Spieler und nennt ein Tier, Mitspieler Nummer zwei nennt nun ein Tier, das mit dem letzten Buchstaben von Tier 1 anfängt. Dann macht der nächste Teilnehmer mit dem letzten Buchstaben seines Vorredners weiter und so weiter und so weiter.

die 4 Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft

Elemente und Lebewesen

Bei diesem Umweltspiel sollen die Kinder konzentriert zu hören, Bälle fangen, die Lebensräume von Tieren kennen und können gleichzeitig ihren Bewegungsdrang ausleben. Analog zu Kennenlernspielen wird der Ball vom Spielleiter zu einer Person im Kreis geworfen und eines der vier Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) genannt, der Fänger muss nun ein passendes Tier zu diesem Lebensraum nennen.

Anschleich-Spiel

Ein Spiel bei dem sich die Teilnehmer in die Rolle von Räubern oder Beute begeben und einmal selbst die zum Teil unglaublichen Leistungen anderer Lebewesen erfahren. Bzw. erkennen, dass es mit unseren Sinnen längst nicht so gut bestellt ist, wie

Fledermaus-Jagd

Ein schönes Spiel, das die Teilnehmer ziemlich herausfordert. Und vor allem den unschätzbaren Wert unserer Augen und die unglaublichen Leistungen, die die Fledermäuse bei der akustischen Jagd vollbringen, aufzeigt. Zeit/Dauer: 10-20 Minuten Schwierigkeitsgrad: mittel Tempo: gering Ort draußen & drinnen

Bestimmungs- und Such-Spiel

Ein Spiel, das nicht nur den Bewegungsdrang der Kinder bedient, sondern zugleich auch die Artenkenntnis festigt und/oder reaktiviert. Für den Spielleiter eignet es sich auch um Vorwissen abzufragen oder den Lernertrag zu prüfen. Dauer: ca. 30 Minuten Schwierigkeitsgrad: mittel Tempo:

schwarze Plastikspinne auf dunklem Boden

Finde den Fehler

Zeit/Dauer: 25 Minuten Schwierigkeitsgrad: je nach Gelände und vertauschen Gegenständen leicht bis schwer Tempo: langsam Ort draußen benötigtes Material Stock oder Schnur (zum Markieren der Strecke) Naturmaterialien, z. B. Blätter Muscheln Früchte Samen … andere Gegenstände Luftballon Trinkbecher Regenschirm …

Kiefernzapfen-Rennen

Wie beim „Eierlaufen“ soll eine Manschaft einen Kiefernzapfen auf einer Astgabel von A nach B transportieren. Fällt der Zapfen herunter, darf er nur mit der Hilfe der Astgabel wieder aufgenommen werden. Sieger ist die Mannschaft, die als erstes fertig ist.

Geräusche zählen

Immer wieder stellt man fest, dass wir verlernt haben auf die Natur zu hören und mit diesem kleinen Spiel sollen die Schüler sich auf die Natur einlassen, sich einstimmen auf die Natur und den kommenden Unterrichtsinhalt und feststellen, dass es mehr gibt als Handy-, Computer- oder Fernsehgeräusche.

Tierpantomime

Ein kleines aber feines Spiel für Zwischendurch, dass ohne Material oder besondere Vorbereitung auskommt und so auch problemlos als Pausenfüller zur Überbrückung von Wartezeiten auf Exkursionen eingesetzt werden kann. Zeit/Dauer: 10-15 Minuten Schwierigkeitsgrad: leicht bis schwer (hängtvon den darzustellenden Tieren

Zielwurf, Boccia, Boule

Der Herbst ist da und überall liegen die Kastanien herum und laden zum Spielen und Basteln ein. Ein einfaches Spiel ist das Zielwerfen in all seinen Varianten. Das Ziel ist aber immer, die eigenen Kastanien möglichst nah am Ziel zu

Heuschreckenspiel

Zeit/Dauer: ca. 10 Minuten Schwierigkeitsgrad: leicht Tempo: gering Ort draußen & drinnen benötigtes Material Augenbinden (z.B. Schals, Handtücher)

wahr oder falsch?

Obwohl bei diesem Spiel auch Wissen abgefragt wird, geht es in erster Linie doch um Bewegung. Daher eignet sich das Spiel auch als Warm-Up, insbesondere für größere Gruppen. Zeit/Dauer: 15-20 Minuten Schwierigkeitsgrad: mittel, kann aber sehr gut variiert und angepasst

Domino mit Naturmaterialien

Walddomino

Das Walddomino wird nach klassischen Domino-Regeln gespielt, wobei das Suchen von unterschiedlichen Naturmaterialien das Beobachten und Vergleichen übt.

Blinde Reise

Nicht wirklich ein Spiel, aber eine tolle Naturerfahrung für die Kinder, die sich mit verbundenen Augen an einer Schnur entlang tasten und dabei ihre Sinne und ihre Umgebung neu kennenlernen. Besonders spannend ist es, wenn das Areal möglichst abwechslungsreich ist.

Gedächtnisspiel mit Naturmaterialien

Naturmemory

Wie bei dem bekannten Gesellschaftsspiel müssen auch hierbei Paare gefunden werden. Dazu werden die Gegenstände ausgeteilt und abgedeckt. Dann wird die Abdeckung für 10, 20 oder 30 Sekunden (je nach Anzahl der Gegenstände die vorgegeben werden oder die die Kinder suchen sollen) abgehoben und die Kinder müssen sich die gezeigten Gegenstände einprägen.

2 Bäume

Baum finden (mit Baumsteckbrief)

Rahmendaten Zeit/Dauer: 15-20 Minuten Schwierigkeitsgrad: mittel Tempo: gering Ort draußen (Wald, Park, Garten) benötigtes Material Augenbinden (1 Augenbinde pro Spielerpaar), Bäume Durchführung Die Kinder bilden Paare. Jeweils einem Kind werden die Augen verbunden und ihr Partner führt sie an einen

Wer bin ich?

Rahmendaten Zeit/Dauer: 15-20 Minuten (ja nach Menge der Teilnehmer) Schwierigkeitsgrad: mittel bis hoch (je nach gestellter Anforderung (Tiergruppe oder Art) Tempo: gering Ort draußen & drinnen benötigtes Material Stift, Papier (Klebezettel) für die Kleinen ggf. Bilder der zu erratenden Tierart,

Baumstamm

Rahmendaten Zeit/Dauer: 10 Minuten Schwierigkeitsgrad: leicht/mittel (je breiter die Trittfläche, desto leichter) Tempo: gering Ort draußen & drinnen Draußen auf liegenden Baumstämmen oder ähnlich begrenztem Raum, drinnen dann alternativ auf Bänken (z. B. in Turnhallen). benötigtes Material liegender Baumstamm, Bank

Eine Anmerkung zu “(Umwelt-) Spiele für die Umweltbildung

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