Blinde Reise

Nicht wirklich ein Spiel, aber eine tolle Naturerfahrung für die Kinder, die sich mit verbundenen Augen an einer Schnur entlang tasten und dabei ihre Sinne und ihre Umgebung neu kennenlernen. Besonders spannend ist es, wenn das Areal möglichst abwechslungsreich ist.

Rahmendaten

  • Zeit/Dauer: 20-30 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: gering bis mittel
  • Tempo: gering

Ort

draußen (möglichst abwechslungsreiches Gelände; bewährt haben sich kurze Barfußpfadelemente, wie man sie aus Parks, Gärten oder Zoos kennt)

benötigtes Material

50-100 m Seil, Augenbinden

Durchführung

Die Kinder halten sich mit einer Hand an der Schnur fest und werden nacheinander an dieser Schnur entlang auf Entdeckungstour geschickt. Die Schnur wird über eine möglichst abwechslungsreiche Strecke geführt, z.B. unter (hohen) Büschen hindurch, über Rasen, um einen Baum, über Moos, Blätter, Steine, Äste, Wege, trockene und feuchte Stellen.

Hinterher sollte der zurückgelegte Weg nicht nur besprochen werden, da sicherlich nicht alle Kinder alles erkannt haben werden, sondern der Weg auch noch einmal sehenden Auges begangen/wiederholt werden.

Was steckt dahinter (Lernziel)?

Naturerfahrungsspiel, bei dem durch das Ausschalten unseres wichtigsten Sinnesorgans nicht nur der Tastsinn, sondern auch Gehör und Geruschssinn angesprochen werden, da die Sinneseindrücke und Umwelterfahrungen anders sind, als wir sie als “Augentiere” normalerweise wahrnehmen.

Varianten/Erweiterungen

  • Besonders schön ist es, wenn das Seil nicht nur auf einer Höhe ist, sondern die Höhe variiert, so dass die Kinder nicht nur gehen, sondern auch hocken oder besser noch auf allen Vieren unterwegs sind. Da die Teilnehmer naturgemäß etwas zögerlich ihre gewohnte Komforthaltung aufgeben hilft es hier, wenn man sich eine Strecke aussucht, die auch mal unter niedrigen Baumen oder hohen Büschen vorbei führt.
  • Man kann auch Knoten ins Seil machen und an diesen Stellen, weitere Aufgaben einbinden: z.B. “Sucht und Beschreibt etwas Besonderes im Umfeld”. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, man kann die Kinder selbst irgendetwas suchen lassen oder man bietet Naturmaterialien an. Möglich sind auch ein Riech- oder Fühlquiz
  • Für den Fall, dass keine so lange Schnur zur Verfügung steht: Die Kinder mit verbundenen Augen an einem Seil hintereinander aufstellen, alle fassen das Seil an und werden auf diese Weise von Station zu Station geführt. Dabei muss allerdings der Abstand zum Vordermann groß genug sein. Also am besten die Teilnehmer auf beiden Seiten des Seils vestzt zu einander aufstellen.
  • Falls überhaupt keine Seil oder keine Schnur zur Verfügung steht, können sich die Teilnehmer auch an den Händen anfassen und so als blinde Raupe auf Reise gehen.

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