Untersuchung von Eulengewöllen

Ein schöner Einstieg in den Themenkomplex der Anpassungen von Vögeln an ihren Lebensraum, der einen handlungsorientierten Zugang zum Beutefangverhalten bei Greifvögeln bietet und gleichzeitig sensorische und psychomotorische Fähigkeiten fördert.

Zeit

Das Ganze ist etwas zeitintensiv, da für die Beschaffung und Sterilisation mehrere Stunden erforderlich sind. DIe Vorarbeiten im Unterricht muss jeder selbst einschätzen, die Schülerarbeit dauert dann mindestens bis zum Ende der Stunde. Hier wird also auf die Schüler wohl eine Hausaufgabe zukommen, oder es muss in der nächsten Stunde weiter gearbeitet werden.

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Material & Geräte

Gewölle, Pinzetten, Präpariernadeln, Pinsel, Lupe, Zeichenkarton, Klebstoff

Durchführung

Speiballen der Waldohreule (Asio otus) und ihre Bestandteile
Speiballen der Waldohreule (Asio otus)
  • Gewölle im Trockenschrank (Backofen geht auch, ist aber nicht so hygenisch und vom Geruch her auch her unschön) mehrere Stunden bei 150 Grad trocknen und sterilisieren
  • getrocknete Gewölle mit Pinzette und Präpariernadeln vorsichtig auseinanderzupfen
  • Die Knochen mit dem Pinsel vorsichtig vom Schmutz befreien
  • Knochen durch Lupe betrachten (ggf. einzelne Knochen zeichnen lasen!) und sortieren
  • Knochen des Gewölls auf dem Zeichenkarton zu einem vollständigen Skelett anordnen und festkleben

Auswertung

Die Knochen im Gewöll einer Eule lassen sich zum Skelett mindestens einer Maus zusammensetzen und entweder „nur“ zechnen oder auf Pappe aufkleben. Man kann die Knochen auch nach verschiedenen Kriterien ordnen lassen. Als Beispiele seien an dieser Stelle nur die Lage im Körper oder die verschiedenen Gelenktypen genannt.

Hinweis

  • Nach der Arbeit müssen die Hände und Materialien sorgfältig gereinigt werden.
  • Wer keine Lust hat, selbst Gewölle suchen zu gehen, der kann beim Zoo oder Falkner seines Vertrauens vorbeischauen und dort mal nett anfragen. Die sind in der Regel immer sehr hilfsbereit.

Bildquellen

2 Anmerkungen zu “Untersuchung von Eulengewöllen

  • 26. November 2009 um 19:36
    Permalink

    hast du auch bilder von Gewöllen oder zum aufgeklebten Mäuseskelett?

    Antworten
    • 8. Dezember 2009 um 10:38
      Permalink

      Hi Andreas,

      bisher leider nicht. Habe hier zwar irgendwo ein Eulengewöll rumliegen, aber das schaut nicht mehr schön aus und ist wohl eher was für den Müll als für die Arbeit.

      Aber, wenn jemand derartige Bilder hat und sie zur Verfügung stellen möchte, ich würde mich freuen.

      Antworten

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