Stofftransport

Zeit

ca. 45-90 Minuten, besser einen Tag

Material & Geräte

3 Vasen oder Erlenmeyerkolben (100 ml), Wasser, rote Tinte oder Lebensmittelfarbe oder Eosin, blaue Tinte oder Methylblau, verschiedene Pflanzen (besonders geeignet sind Margeriten, Tulpen, Schneeglöckchen, weiß blühende Veilchen)

Durchführung

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Die Pflanzen werden frisch an- oder nachgeschnitten und in die rot bzw. blau gefärbte Lösung gestellt. Eine Pflanze, der Kontrollversuch, wird in reines Wasser gestellt. Alle drei werden eine Weile stehen gelassen. In regelmäßigen Abständen auf Veränderungen kontrollieren.

Lösung

Schon nach etwa 30 Minuten kann man beim Schneeglöckchen die Verfärbung der Blüte feststellen. Bei allen anderen Pflanzen dauert es länger. Die Verfärbung tritt zu erst an den Rändern auf. Bei näherer Betrachtung fallen die stärker gefärbten Wasserleitungsbahnen auf.

Hinweise

  • Man kann durch Verstärkung des Transpirationssoges mittels Fön oder eines sonnigen Ortes die Reaktion beschleunigen.
  • Man kann auch einen Zweig der Silberpappel (Populus alba) verwenden. Der Zweig wird ein eine 0,1 %ige Eosinlösung gestellt, nach etwa 15 Minuten kann man die Rinde abziehen, die vom Eosin zurückgelegte Strecke messen und daraus die Leitungsgeschwindigkeit berechnen.
  • Man kann auch eine Margarite auf wenige cm kürzen, den verbliebenen Stiel ca. 1 cm weit mittig einschneiden und in ein Becherglas mit gefärbtem Wasser stellen. Füllhöhe nicht höher als Einschnitt. Durch den Einschnitt des Stiels, kann man mit dem gefärbten Wasser auch das Xylem im Stiel sichtbar machen
  • Der Versuch eignet sich sehr gut als Einstieg in den Stofftransport bei Pflanzen, gleichzeitig können auch Osmose, Diffusion und Transpiration damit demonstriert werden.

Video

Damit man mal eine Vorstellung davon bekommt, wie die sich die Pflanzen (in diesem Falle Tulpen) verfärben, hier mal ein YouTube Video:

Und nun die kurze, schematische Erklärung, wie das funktioniert (in Englisch)

4 Anmerkungen zu “Stofftransport

  • 12. Mai 2015 um 15:37
    Permalink

    Nein, die Blume verwelkt genauso schnell wie ohne gefärbtes Wasser. „Und das war`s“ ;-)

    Uns ist jedenfalls noch nits dergleichen aufgefallen. Aber es wäre mal ein schönes Experiment. Ihr könnt ja mal beides ausprobieren: einmal Tulpen im normalen Wasser und einmal Tuplen im gefärbten Wasser und dann die Zeit messen, welche Pflanze schneller verwelkt. Das Ergebnis würde uns auch interessieren.

    Antworten
  • 10. Mai 2015 um 13:03
    Permalink

    Verwelkt die Blume dadurch schneller oder färbt sie sich nur und das war´s?

    Antworten
  • 28. November 2013 um 15:26
    Permalink

    kann man vielleicht noch ein anderes Video oder eine Erläuterung bekommen, warum das wasser in die blüte geht und so?

    danke :)

    Antworten
    • 3. Dezember 2013 um 10:55
      Permalink

      Hallo Johanna,
      hier kommt die Kurzfassung:

      Die Pflanze oder indiesem Fall die abgeschnittenen Pflanzenteile verdunsten über die Spaltöffnungen Wasser, dadurch entsteht ein Unterdruck, der die gefärbte Flüssigkeit aus der Blumenvase duch die Leitungsbahnen in den Stängeln in die Blüte zieht.
      Stichwörter: Wasserpotential, Saugspannung)

      Ich hoffe, ich konnte helfen.

      Antworten

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