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 - Tipps zum Biologiestudium in Rostock

Fortbewegung von Regenwürmern

Dieser Versuch eignet sich besonders für den Biologieanfangsunterricht, da mit einfachen Mitteln das Interesse an biologischen Phänomenen geweckt werden kann.

Zeit

ca. 10 Minuten

Material & Geräte

je Schülergruppe 1 Regenwurm, 1 Blatt Löschpapier, 1 Blatt dicke Plastikfolie (z. B. Klarsichtdeckel von Schnellheftern)

Durchführung

  • Versuch 1: Regenwurm auf das Löschpapier legen und bei völliger Stille dem Regenwurm beim Bewegen zuhören.
  • Versuch 2: Den Regenwurm anschließend auf die Plastikunterlage legen und wieder beim Bewegen zuhören
  • Was kann beobachtet (gehört und gesehen) werden?

Auswertung

  • Versuch 1: Man hört ein leichtes Kratzen der Borsten des Regenwurms. Der Regenwurm gehört zu den Borstenwürmern und seine Borsten sind paarig an seinen Körpersegmenten angeordnet.

    Durch den abgesonderten Körperschleim wird das Papier ein wenig feucht.
    Um die Fortbewegungsweise des Regenwurms besser verstehen zu können, ist es hilfreich, sich den Regenwurm als einen mit Wasser gefüllten elastischen Gummischlauch oder Luftballon vorzustellen, umgeben von Längs- und Ringmuskeln. Wenn sich die Ringmuskeln zusammenziehen, so wird der Wurm dünn und lang. Zieht sich die Längsmuskulatur zusammen, so wird er dick und kurz. Durch das abwechselnde Strecken und Zusammenziehen einzelner Körpersegmente kommt es zur kriechenden Fortbewegung. Das Zurückrutschen des Wurmkörpers wird durch die vier kurzen Borstenpaare an jedem Segment, die wie Spikes in den Boden gestemmt werden, verhindert.

  • Versuch 2: Man hört nichts. Dafür ist die Schleimspur gut zu erkennen.

Allgemeine Informationen zum Regenwurm

Der Regenwurm Lumbricus terrestris gehört im Stamm der der Annelida (Ringelwürmer) zur Klasse der Gürtelwürmer (Clitellata) und dort zu den Oligochaeta (Wenigborster) und besitzt 8 Borsten pro Segment. Regenwürmer sind, mit Ausnahme der Antarktis, weltweit verbreitet und sind insbesondere in den gemäßigteren und kälteren Regionen wichtige Bodenverbesserer, die Kot, Erde und Pflanzenreste fressen und in ihre Wohnhöhlen unter die Erde ziehen und so nicht nur für eine Auflockerung sondern auch für eine Humusanreicherung sorgen. Gleichzeitig stellen sie selbst eine wichtige Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Vögeln, Amphibien, Echsen und Säugetieren dar.

Tipp

Wenn die Wetterlage es nicht zulässt oder kein Komposthaufen zur Verfügung steht, kann man die Regenwürmer auch vorsichtig an feuchten Stellen im Garten ausgraben, sie im Angelfachgeschäft kaufen oder selbst in einer Wurmfarm halten.

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