Hospitation, Unterrichtsbesuch, Unterrichtsbeobachtung, nennt es wie ihr wollt, ist eine sehr effektive Methode, um neue Ideen zu sammeln und damit die eigene Praxis zu verbessern.
Das gilt natürlich nicht nur für Referendare, aber im Referendariat habt ihr, fest eingeplant in den Stundenplan eingeplant, die Zeit dafür, später bei vollem Deputat bleibt dafür leider allzu oft keine/kaum Zeit. Also nutzt jede Möglichkeit um von den erfahrenen Kollegen oder mit Mitreffis zu lernen. Wie gehen sie mit schwierigen Situationen oder Klassen um? Welche Methoden benutzen sie wann, funktionieren die Methoden. Wie ist ihr Zeitmanagement, der Unterrichtsstil, oder oder oder. Ebenso kann man sich auf diese Weise Unterrichtsentwürfe stibitzen, für später, wenn es mal schnell gehen muss, kann man diese dann ggf. aus dem Hut zaubern und hat dann schon eine solide Grundlage.
Mindestens ebenso wichtig ist der Austausch nach der Stunde. Erst durch diesen und das damit verbundene Feedback können Referendare und erfahrene Kollegen neue Perspektiven gewinnen und ihre pädagogischen Fähigkeiten weiterentwickeln. Ihr werdet sehen, dass das freiwillige Auswertungsgespräch und fachsimpeln nach der Stunde noch einmal etwas ganz Anderes, Entspannteres und z.T. Produktiveres ist als die Auswertung mit euren Mentoren nach deren Hospitation.
Das gegenseitige Hospitieren und auch später das aktive Bitten darum, fördert nicht nur die kollegiale Zusammenarbeit, sondern entlastet auch die Kollegen mit herausfordernden Situationen umzugehen, Erfahrungen und Wissen zu teilen. Wenige Situationen sind wirklich neu und nicht alle müssen immer wieder das Rad neu erfinden.
Noch ein paar Tipps
- plane die Hospitationen im Voraus, Kollegen lassen sich i.d.R gern über die Schule schauen, fühlen sich aber überrumpelt, wenn plötzlich jemand sagt, dass er JETZT zuschauen möchte
- sharing is caring: lade andere Kollegen ein, bei dir zu hospitieren und teile deine Materialien und Erfahrungen mit ihnen.
