gute Lernziele formulieren

Lernziele formulieren? Scheint oft einfacher, als es wirklich ist. Der häufigste Fehler: Ziele, die gut klingen, sich aber nicht überprüfen lassen.

Das wollen Studienleiter sehen: konkrete, abrechenbare Lernziele!

Das Problem: schwammige Lernziele

Zum Beispiel:

  • die Schülerinnen und Schüler können
  • die Schülerinnen und Schüler verstehen …
  • die Schülerinnen und Schüler wissen
  • die Schülerinnen und Schüler kennen 

Das sind keine Lernziele, sondern Wunschdenken. Du kannst nicht überprüfen, ob jemand „versteht“ oder „weiß“. Und deine Studienleiter werden das sofort sehen.

Die Lösung: Operatoren sind dein Game-Changer

Gute Lernziele nutzten Operatoren als klare, nachvollziehbare und messbare Handlungsaufträge! Operatoren geben präzise vor, welche konkrete Leistung von den Schülerinnen und Schülern erwartet wird, und bestimmen gleichzeitig das erwartete Anspruchsniveau.

Vieles andere beschreibt Zustände oder innere Denkprozesse, aber keine sichtbaren Handlungen und damit auch keine überprüfbaren Tätigkeiten.

Konkrete Beispiele: Vorher vs. Nachher

vorher (schwammig & unklar) nachher (operationalisiert & klar)
Die Lernenden verstehen die Vorgänge bei der Transkription. Die Lernenden beschreiben die Vorgänge bei der Transkription.
Die Lernenden kennen die molekulargenetischen Abläufe bei der Mitose. Die Lernenden erklären die molekulargenetischen Vorgänge bei der Mitose.

Die Formel, die immer funktioniert:

Alle gut formulierten Lernziele folgen einem einfachen Muster:

Lerngruppe + Operator + Inhalt

Das war’s. Nicht kompliziert, aber superwirksam.

Weniger ist mehr – die goldene Regel

Hier der entscheidende Punkt: Begrenze die Anzahl deiner Lernziele. Realistisch sind:

  • 1 Grobziel pro Stunde
    2-3 Feinziele pro Stunde

Alles andere ist unrealistisch, nicht umsetzbar und auch deine Studienleiter werden dieses sofort kritisieren. Also Fokus statt Masse!


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