Der Webersche Drei-Schalen-Versuch
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der Experimente
Zeit: ca. 5 Minuten
Material & Geräte: 3 Schalen, Wasser, Wasserkocher
Durchführung:
- Die drei Schalen werden mit unterschiedlich warmem Wasser gefüllt. Eine
Schale enthält "heißes" Wasser, eine Schale kaltes Wasser und in der Dritten
befindet sich Wasser, das ungefähr den Mittelwert bildet.
- Die Versuchspersonen legen jeweils eine Hand in das warme und eine in das
kalte Wasser. Danach werden beide Hände in das "mittlere" Wasser gehalten.
- Bei Temperaturen von 10° (kalt), 20° (mittel) und 40° (warm) reist es, wenn
die Hände ca. 1 Minuten in das kalte bzw. warme Wasser gelegt werden.
Beobachtung:
Die Hand aus dem kalten Wasser meldet warmes Wasser, die Hand aus dem warmen
Wasser meldet kaltes Wasser, obwohl beide Hände im selben Wasser sind.
Tipp:
Je größer die Temperaturdifferenz zwischen dem warmen und dem kalten Wasser
ist, desto schöner ist das Ergebnis. Da die Wahrnehmung des Effekts von der
Änderungsgeschwindigkeit dT/dt und von der Größe des Hautareals abhängt, sollte
der Wechsel zwischen den Schalen sehr zügig erfolgen und nach Möglichkeit die
gesamte Hand in eine Schale bzw. beide Hände in die mittlere Schale
hineinpassen.
Auswertung:
Die menschlichen Temperaturrezeptoren können keine absolute Temperatur
messen. Wir können also nicht den Finger ins Wasser halten und exakt
feststellen, welche Temperatur das Wasser hat. Wir können nur
Temperaturdifferenzen wahrnehmen. Aber dieses Empfinden der Temperatur schwindet
mit der Zeit, die Wahrnehmung adaptiert, passt sich an die neue Umgebung an.
Erst wenn sich diese Umgebung in der dritten Schale, mit dem Wasser der
mittleren Temperatur, wieder ändert, wird wieder eine Veränderung der Umgebung
wahrgenommen. Dieses Mal meldet die "kalte Hand" warmes Wasser und die "warme
Hand" kaltes Wasser.
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letzte Aktualisierung: 29.02.2008 |
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