Plasmolyse mal einfach (Plasmolyse III)
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Plasmolyseexperimente: Plasmolyse I,
Plasmolyse II
Zeit
- Vorbereitung: 20 Min.
- Durchführung: mehrere Stunden (min. 3 h)
Material & Geräte
Messer, Lineal, 4 kleine Bechergläser, destilliertes Wasser (Aqua dest.),
konzentrierte Zuckerlösung, konzentrierte Kochsalzlösung, weißes Papier,
Pinzette, Küchenpapier, Stift, frische Karotte (Möhre)
Durchführung
- Die Möhre wird in gleichmäßig dicke Scheiben geschnitten, von 4 Scheiben
wird der Umrisse auf dem Zeichenpapier protokollarisch festgehalten. Dazu die
Scheiben und mit der Miene vom Stift so eng wie möglich an der Scheibe
entlangfahren. Die Abbildungen werden nummeriert.
- Danach je eine Scheiben in ein Becherglas mit Aqua dest. (destilliertes
Wasser), konzentrierter Zuckerlösung, konzentrierter Kochsalzlösung geben. Die
vierte Scheibe kommt in ein leeres Becherglas. Alle Gefäße benötigen
Zimmertemperatur. Die Bechergläser werden ebenfalls nummeriert. Beckerglas Nr. 1
enthält das Stück Möhre von der Abbildung 1, usw.
- Nach mehreren Stunden können die Ergebnisse verglichen werden. Dazu die
Karottenstücke mit der Pinzette aus den Bechergläsern nehmen, auf Küchenpapier
trocken tupfen. Das Karottenstückchen aus dem Glas Nr. 1 wird neben die
Abbildung 1 gelegt, das aus Nr. 2 neben die Abb. 2, usw. Wieder werden die
Umrisse aufgezeichnet. Danach können die verglichen werden. Was fällt auf?
Beobachtung
Die Karottenstücke aus den konzentrierten Zucker- und Kochsalzlösungen fühlen
sich weich an und sind deutlich kleiner geworden. Das Stück aus dem
destillierten Wasser (Aqua dest.) ist größer geworden. Das Stück Karotte, das im
Becherglas Nr. 4 an der Luft lag, fühlt sich weich wund schlaff an.
Auswertung
Den Möhrenscheiben in den konzentrierten Lösungen wurde Wasser aus den Zellen
entzogen, es erfolgte eine Plasmolyse. Im Aqua dest. erfolgte eine Deplasmolyse,
da die Zellen Wasser aufgenommen haben und die unbehandelte Scheibe hat durch
Verdunstung ebenfalls Wasser aus den Zellen verloren.

Hinweise
- Ein einfacher Versuch, der auch schon von den Kleinsten durchgeführt
werden kann, auch wenn er sehr zeitaufwändig ist. Am besten ist es, den
Versuch anzusetzen und erst am darauf folgenden Tag auszuwerten, so ist das
Ergebnis definitiv sichtbar.
- Der versuch kann eingesetzt werden, um einfache osmotische Effekte und
Zusammenhänge vorzuführen (z.B. Warum platzen Kirschen bei Regen? Warum
verlieren gezuckerte Erdbeeren Saft?)
- Man kann zusätzlich auch noch ein Becherglas mit einer isotonischen
NaCl-Lösung (0,9 bis 1 %ige Lsg.) bereitstellen. Dort wird sich die
Möhrenscheibe natürlich nicht verändern.
- Man kann auch kochte und rohe Möhrenscheiben vergleichen. Da die
Membranproteine bei der Hitzebehandlung zerstört (denaturiert) werden, die
Plasmolysierbarkeit aber von lebenden Zellen abhängt, gibt es natürlich andere
Ergebnisse.
- Man kann auch andere Gemüsesorten verwenden: z. B. Rote Beete oder
Radieschen
letzte Aktualisierung: 29.10.2008
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