Tierstimmen erkennen

Kinder lieben es Tierstimmen nachzumachen und das kann man nutzen, um die Artenkenntnis und die Differenzierungsfähigkeit zu schulen. Die Kinder wissen, dass Laute zur Kommunikation dienen und daher kann man die Stunde auch in Richtung Verhaltensbiologie und „was will das Tier damit sagen“ lenken. Da die  zwar immer auf vergleichbare Weise erzeugt werden, die anatomischen Voraussetzungen der Tiere im Vergleich zum Menschen alle verschieden sind, kann man auch vergleichende Anatomie betreiben.

Im Bereich Artenkenntnis kann man den Kindern die Vielfalt tierischer Lautäußerungen näherbringen. Der Hund macht Wau, die Katze Miau, Muh macht die Kuh und die Ente schnattert. Das wissen die Kinder, aber es gibt so viel mehr Laute, die Hund und Katze von ich geben. Und die Vielfalt der Tierstimmen, vorgespielt in einem kleinen Konzert schult nicht nur die Hörfähigkeit, sondern auch die Konzentration und Ausdauer der Schüler.

Übersicht Schallerzeugung bei Tieren

  • Mensch – Stimmlippen
  • Frosch – Schallblase
  • Fische – Schwimmblase
  • Vögel – Syrinx
  • Insekten – mechanische Bewegung (Stridulation)

einige Ideen zu Tierstimmen im Unterricht

  1. Die Kinder sollen möglichst viele ihnen bekannte Tiere aus dem Tiertstimmenkonzert benennen. Wenn sie Tierelaute benennen oder beschreiben können, die sie nicht kennen um so besser.
  2. Die Kinder sollen selbst Tierstimmen sammeln. Zum Beispiel als Wochenhausaufgabe versuchen so viele verschiedene Tierstimmen (mit dem Handy oder ähnlichem) aufzunehmen und in die nächste Stunde mitzubringen. Hierbei stellen die Kinder unter anderm fest, dass es Tiere gibt, die scheinbar stumm sind (Fische) und andere verschiedene Laute von sich geben oder nicht immer Willens sind, Laute von sich zu geben. Hierbei kann man auch gleich die Situation besprechen, in denen das Tier die Laute von sich gegeben hat, in welcher Stimmung es war, ob es ggf. anders ausgesehen hat oder sich anders verhalten hat. Dies lässt sich wunderbar als Einstieg in die Verhaltensbiologie nutzen.
  3. Ein Lied oder Gedicht vorlesen (lassen) und jedem Kind ein Tier zuordnen. Dieses soll es dann nachmachen, sobald das Tier im Gedicht oder Lied erwähnt wird. Für die kleinen immer ein Mordsspaß, die „Großen“ brauchen meist etwas, bis sie dann mitmachen, aber dann wird es um so amüsanter.

 

 


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