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Diademseeigel (Diadema setosum)

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Verbreitung

Tropischer Indopazifik vom Roten Meer bis Australien, von Japan bis Afrika.
Als Neozoen inzwischen auch im Mittelmeer entdeckt (vermutlich kamen die Larven mit dem Ballastwasser von Schiffen oder über den Suez-Kanal) und ist aufgrund der Eutrophierung, des damit verbundenen guten Nahrungsangebotes  und des anthropogen verursachten Rückgangs seeigelfressender Arten (z. B. Großfische, Großschnecken) recht häufig anzutreffen.

Diademseeigel

Diademseeigel

Hauptnahrung

Seeigel als eine Gruppe der Stachelhäuter (u.a. Seesterne, Schlangensterne, Seelilien, Seegurken und eben Seeigel) grasen als Weidegänger die Riffe ab und fressen dabei hauptsächlich Algen und riffbildende Polypen. Dadurch verhindern sie das massenhafte Auftreten von Algen.

Körperbau

Der Seeigel wird mit maximal 30 cm Umfang bis zu den Stachelspitzen nicht besonders groß. Die Haut des Diademseeigels scheidet Gift ab. Werden die Stacheln berührt, dringen sie leicht in die Haut ein, brechen ab, dabei entleeren sich ihre Giftkammern und verursachen so starke Schmerzen.

Soziales

Der Diademseeigel lebt als Weidegänger auf Seegraßwiesen, Sandböden oder Korallenriffen. Tagsüber zieht er sich oft in Verstecke zurück, auf offenem Gelände rotten sich meist mehrere Exemplare dicht zusammen, um die potentielle Angriffsfläche für Fressfeinde zu minimieren.

Die Vermehrung läuft vermutlich temperaturgesteuert ab, erst bei Wassertemperaturen über 25 Grad  Celsius erfolgt die Vermehrung. Bei den Populationen in äquatornähe gibt es keine Saisonalität, sie vermehren sich das gesamte Jahr über, im Roten Meer erfolgt die Fortpflanzung zwischen April und Mai.

Quellen

http://www.io-warnemuende.de/Antworten_Fragen_zum_Meer.html?frage=67

Alsaffar, Adel H.; Khalid P. Lone (2000). “Reproductive cycles of Diadema setosum and Echinometra mathaei (Echinoidea: Echinodermata) from Kuwait (Northern Arabian Gulf)”. Bulletin of Marine Science 67 (2): 845–856.

Pearse, John S. (1974). “Reproductive patterns of tropical reef animals: three species of sea urchins”. Proceedings of the 2nd International Coral Reef Symposium (Brisbane, Australia: ICRS) 1: 235–240. http://www.reefbase.org/download/download.aspx?type=1&docid=8619. Retrieved 2009-01-12.

Yokes, Baki; Bella S. Galil (2006). “The first record of the needle-spined urchin Diadema setosum (Leske, 1778) (Echinodermata: Echinoidea: Diadematidae) from the Mediterranean Sea”. Aquatic Invasions (European Research Network on Aquatic Invasive Species) 1 (3): 188–190.

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